BürgerInnen gegen den Krieg
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Paul Metsch von den "Peace Brigades International" (pbi) berichtet über den Palmölanbau in Indonesien und die Auswirkungen auf die Menschenrechte |
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Paul Metsch erläuterte die durch den Anbau von Ölpalmen verursachten ökologischen und menschenrechtlichen Probleme in Westpapua, dem indonesischen Teil der Insel Neuguinea. Für die "Peace Brigades International" (pbi) begleitete er über einen längeren Zeitraum den gefährdeten Pastor John Djnga. Diese Begleitung hilft, das spurlose Verschwinden eines Menschen in diesem Raum zu verhindern. Denn wer nicht bekannt ist, wird oft verschleppt oder vertrieben oder schlimmstenfalls verschwindet er spurlos. Dafür werden vor allem Sondereinheiten des Militärs verantwortlich
gemacht, die nur kurz in den jeweiligen Gebieten eingesetzt werden und
danach in Die Pflanzung von Palmölbäumen bringt etwa 6 bis 10 Jahre Gewinn. Die wenige Erde wird bei Regen weg geschwemmt und im Sommer so ausgedörrt, dass sie weg geblasen werden kann. Nach spätestens 10 Jahren bricht die Palmölproduktion wegen Unrentabilität zusammen. Der Regenwald siedelt sich dort nicht wieder an, weil nur vorhandener Regenwald dem Boden die entsprechenden Bedingungen wie natürlichen Dünger, Wasser und Schatten bietet. Paul Metsch bezeichnete diesen verbleibenden verkarsteten Zustand als
"nachhaltige Wüste". Die Palmölproduzenten stört
das nicht. Sie weichen Wer diese Ausbeutung und die Verletzung der Menschenrechte in Papua verhindern
will oder gar nur öffentlich macht, riskiert sein Leben - wie Nach seiner Rückkehr hatte er das Glück (!), von pbi für
ein halbes Jahr (!!) eine Anstellung zu bekommen. Andere Rückkehrer
stehen vor dem Palmöl findet in der industriellen Nahrungsmittel- und Kosmetikproduktion
deshalb so gerne Verwendung, weil es im Vergleich zu Sonnenblumen oder Auch für "Bio"-Diesel wird Palmöl verwendet. Immerhin hat die EU den Einsatz von "Natur"-Kohlenwasserstoffen in E10-Benzin auf die Hälfte vermindert. Inzwischen gibt es die "Erklärung von Bern" (http://www.evb.ch) für Unternehmen, die kein unzertifiziertes Palmöl einsetzen. Leider gibt es noch kein Siegel "Palmöl ohne Vertreibungen". Paul Metsch berichtete über seine zweijährigen Erfahrungen mit den peace brigades international in Indonesien. Er stellte die Arbeit der Organisation pbi vor und erläuterte die Wirkungsweise der internationalen Schutzbegleitung. Anhand konkreter Fallbeispiele widmete er sich den Auswirkungen des korrupten und gewaltsamen Ressourcenabbaus auf die Umwelt und die Zivilbevölkerung und diskutierte zusammen mit den Besuchern die Frage , wie sich in unserem Alltag in Deutschland "faire" Handlungsmöglichkeiten ergeben. In Indonesien wie in Kolumbien kommt es durch den industriellen Abbau von Bodenschätzen wie Gold oder Steinkohle, aber auch durch den großflächigen Anbau von Palmöl durch ausländische Großunternehmen zu schweren Menschenrechtsverletzungen, vor allem an der Zivilbevölkerung. Die Felder der Bevölkerung werden zur Gewinnung der Ressourcen zweckentfremdet, Grundwasser wird für die Minen und Monokulturen umgeleitet, die einheimische Bevölkerung wird gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Militär und Staat, die an der Seite der Großunternehmen stehen, werden als Gewaltakteure vielfältiger Konflikte gesehen. In vielen Ländern gibt es gegen diese Entwicklungen jedoch Demonstrationen und Kampagnen, Anwälte vertreten Opfer der Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen, Journalisten möchten die internationale Öffentlichkeit über die Ungerechtigkeiten aufklären. Dabei stehen diese Menschen, die die Rechte anderer Menschen und Minderheiten verteidigen, selbst auf der Abschussliste. Da die Regierung und das Militär finanzielles Interesse am Abbau der Rohstoffe haben, sollen die Gegner zum Schweigen gebracht werden. Anwälte, Menschenrechtler und Umweltschützer verschwinden, werden gefangengehalten, gefoltert und ermordet. Die internationale Menschenrechtsorganisation peace brigades international (pbi) begleitet und schützt seit über 30 Jahren bedrohte Menschenrechtsverteidiger in Konfliktgebieten. Internationale Freiwilligenteams werden nach Lateinamerika und Asien entsendet, um dort durch Präsenz das Leben der Aktivisten zu schützen und ihnen den nötigen und sicheren Raum für die Friedensarbeit in ihrem Land zu ermöglichen. Dabei handeln die Teams nach den Prinzipien der Gewaltfreiheit, Nichtparteinahme und Nichteinmischung. Kontakt zur pbi-Regionalgruppe München: regionalgruppe-bayern@pbi-deutschland.de
. Die Veranstaltung wurde von "BürgerInnen gegen den Krieg"
und der pbi-Regionalgruppe München organisiert.
Schutzbegleitung für Menschrechntsverteidiger John Djnga im Palmölanbaugebiet KEEROM in Westpapua (Indonesien)
Begegnungswerkstatt für indigene Kinder und Einwanderer in Wamena im Hochland von Westpapua (Indonesien) Die Ebersberger Zeitung berichtete über die Veranstaltung:
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